Switch (unmanaged)
Ein Switch verbindet mehrere Hosts zu einem lokalen Netz (LAN). Er arbeitet auf Layer 2 (Ethernet) und leitet Frames anhand von MAC-Adressen weiter — er kennt und versteht keine IP-Adressen.
Ein unmanaged Switch hat keine Konfiguration: einstecken, läuft. Für VLANs brauchst du den Managed Switch.
Der dumme Vorgänger des Switches ist der Hub: der repeatet jeden Frame an alle Ports, statt gezielt weiterzuleiten. Der Switch löst das per MAC-Learning — und gibt jedem Port eine eigene Collision-Domäne.
MAC-Learning
Der Switch führt eine MAC-Tabelle: welche MAC hängt an welchem Port.
- Lernen: Kommt ein Frame rein, merkt sich der Switch
Absender-MAC → Eingangs-Port. - Ziel bekannt: Steht die Ziel-MAC in der Tabelle → nur an diesen einen Port weiterleiten (forward).
- Ziel unbekannt oder Broadcast: An alle anderen Ports schicken (flood). Die Antwort verrät dann den richtigen Port, und beim nächsten Mal wird geforwardet.
Broadcast-Domäne
Alle an einem Switch (bzw. an zusammengeschalteten Switches) hängenden Hosts bilden eine Broadcast-Domäne: ein Broadcast erreicht sie alle. Das ist gewollt — ARP baut darauf auf. Ein Router begrenzt diese Domäne, ein VLAN teilt sie logisch auf.
Schleifen und STP
Zwei Switches doppelt verkabelt → ein Broadcast kreist endlos (Broadcast Storm). Dagegen läuft STP (Spanning Tree Protocol, 802.1D): es deaktiviert überflüssige Pfade, bis der Graph schleifenfrei ist, und schaltet sie bei Ausfall wieder frei.
Alles zur Weiterleitung steckt in Ethernet-Frames.