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Begriff

Routing

Routing ist die Entscheidung eines Routers, über welches Interface und welchen nächsten Router (Next Hop) ein Paket zu seinem Zielnetz geht. Grundlage: die Routing-Tabelle.

Die Routing-Tabelle

Jeder Eintrag sagt: „Netz X/Prefix erreichst du über Interface Y / Next-Hop Z." Arten:

  • Connected: direkt am Router angeschlossene Subnetze — automatisch aus den Interface-IPs.
  • Statisch: von Hand eingetragen.
  • Dynamisch: von einem Protokoll wie RIP gelernt (Router tauschen ihre Tabellen aus).

Longest-Prefix-Match

Passen mehrere Einträge auf die Ziel-IP, gewinnt der mit dem längsten Prefix (spezifischsten Netz). /24 schlägt /16 schlägt /0 (Default-Route).

Der Weg eines Pakets

  1. Host merkt: Ziel liegt im fremden Subnetz → Frame ans Gateway (ARP → Gateway-MAC).
  2. Router: Paket auspacken, Routing-Tabelle per Longest-Prefix befragen, Egress-Interface + Next Hop bestimmen.
  3. Ziel-MAC im nächsten Netz per ARP holen, neuen Frame bauen, weiterschicken.
  4. Wiederholen, bis ein Router das Ziel connected hat und direkt zustellt.

Auf jedem Sprung ändern sich die MAC-Adressen, die Ziel-IP bleibt konstant.

Inter-VLAN-Routing

Da jedes VLAN ein eigenes Subnetz ist, ist Verkehr zwischen VLANs ganz normales Routing — es braucht nur einen Router mit einem Bein (Interface oder Sub-Interface) in jedem VLAN. Siehe Router und Managed Switch.