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Begriff

RIP

RIP (Routing Information Protocol) ist ein einfaches dynamisches Routing-Protokoll. Statt jede Route von Hand einzutragen, tauschen die Router ihre Routing-Tabellen aus und lernen so die Wege zu fremden Subnetzen selbst.

RIP ist ein Distanzvektor-Protokoll: Jeder Router kennt nur die Entfernung (Metrik) und die Richtung (Next Hop), nicht die ganze Topologie.

Metrik: Hop-Count

Die Metrik ist die Zahl der Router bis zum Ziel (Hops).

  • Weniger Hops = bessere Route.
  • 16 = unendlich = unerreichbar. Das begrenzt RIP auf kleine Netze.

Request / Response

  • Request: „Schick mir deine Tabelle." (leere Einträge)
  • Response: die eigene Routing-Tabelle, je Eintrag Netz + Metrik.

Der Empfänger übernimmt neue/bessere Routen und trägt als Next Hop die Absender-IP ein. Im Simulator ist RIP one-shot: ein Klick auf „Start RIP" schickt einen Request; die Nachbarn antworten mit ihrer Tabelle (kein 30-Sekunden-Timer wie in echt).

v1 vs. v2

  • RIPv1: trägt keine Subnetzmaske mit — der Empfänger muss die alte classful A/B/C-Maske raten. Problematisch bei modernen Subnetzen.
  • RIPv2: trägt den Prefix mit → funktioniert mit beliebigen Masken (classless).

Bezug zur Routing-Tabelle

RIP-gelernte Routen landen in der Routing-Tabelle des Routers — mit niedrigerer Priorität als connected und statische Routen.