Begriff
ICMP (Ping & Traceroute)
ICMP (Internet Control Message Protocol) ist das Melde- und Diagnose-Protokoll von IP. Es transportiert keine Nutzdaten, sondern Kontroll- und Fehlermeldungen. Im Simulator gibt es vier Typen:
- echo / echo-reply — die zwei Hälften eines Pings (siehe unten).
- time-exceeded — „TTL abgelaufen" (siehe Traceroute unten).
- unreachable — Ziel nicht erreichbar (z. B. von einer Firewall verworfen oder keine Route).
ICMP steckt in einem IP-Paket, das IP-Paket in einem Ethernet-Frame.
Ping
ping prüft, ob ein Ziel erreichbar ist:
- Quelle schickt ein echo request an die Ziel-IP.
- Der Weg dorthin ist normales Routing — inkl. ARP auf jedem Abschnitt und ggf. über das Default-Gateway.
- Das Ziel antwortet mit echo reply. Kommt sie an → erreichbar.
Ein großer Ping (viele Byte) wird auf mehrere Frames fragmentiert — siehe Ethernet-Frame.
Traceroute
traceroute (auch tracert) zeigt jeden Router auf dem Weg.
Trick: das TTL-Feld (Time To Live) im IP-Paket.
- Jeder Router zählt die TTL um 1 herunter. Erreicht sie 0, verwirft er das Paket und meldet time-exceeded zurück — mit seiner eigenen IP.
- Traceroute schickt erst ein Paket mit TTL 1 → erster Router meldet sich. Dann TTL 2 → zweiter Router. Und so weiter.
- So wird die Route Sprung für Sprung („Hop für Hop") sichtbar, bis das Ziel selbst antwortet.
Firewall
ICMP ist im Simulator der einzige filterbare IP-Verkehr. Eine
Firewall kann Pings gezielt blockieren — der Absender bekommt
dann unreachable statt einer Antwort.